Familienunternehmen: Trumpf-Chefin flirtet mit Fremdgeschäftsführer

Die Chefin des Ditzinger Werkzeugmaschinen-Herstellers Trumpf kann sich vorstellen, einen familienfremden Geschäftsführer zu ihrem Nachfolger zu küren. „Es kommt nicht darauf an, dass die Firma von der Familie geführt wird, sondern dass sie gut geführt wird“, sagte Nicola Leibinger-Kammüller (58) in einem Interview. Es gebe „hervorragende Familienunternehmen, die fremdgeführt sind“. Auch bei vielen anderen Mittelständlern haben Verwandte kein Vorrecht mehr auf den Chefsessel.

„Intensive Nachfolgeplanung“ – unterstützt von Jürgen Hambrecht

Schon jetzt gebe es, so die Unternehmerin weiter, bei Trumpf „eine intensive Nachfolgeplanung innerhalb des Unternehmens, unabhängig von der Familie“. Dabei dürften Leibinger-Kammüller ihre Erfahrungen als Aufsichtsrätin von Siemens, Voith und Axel Springer zugutekommen. Zudem hat sie mit Ex-BASF-Vorstandschef Jürgen Hambrecht (71) einen erfahrenen Aufsichtsratsvorsitzenden an ihrer Seite. Ein schneller Wechsel scheint aber nicht anzustehen: „Ein bisschen Zeit habe ich noch“, sagt Leibinger-Kammüller, die Trumpf seit 13 Jahren führt. Wir sind gespannt, ob sie den richtigen Zeitpunkt erwischt – und ob Jürgen Hambrecht nachhelfen muss.

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