Wie Aktien ohne Stimmrechte Unternehmen schaden

Der Widerstand gegen Dual-Class-Systeme wächst (GermanBoardNews vom 8. April), und auch wir sehen Aktien ohne Stimmrechte kritisch. Denn es besteht nicht nur die Gefahr, dass mächtige Großaktionäre die übrigen Investoren ausbooten. Die Übermacht kann auch dem Unternehmen schaden, weil Interessen keineswegs kongruent sein müssen. Das zeigt der Fall VW: Berichten zufolge hat Niedersachsen trotz tiefroter Zahlen auf eine Dividende gedrängt – womöglich, weil es um Einfluss fürchtete. Denn laut Aktienrecht bekämen VW-Vorzugsaktionäre Stimmrechte, wenn zweimal die Dividende ausbleibt. Und ob nächstes Jahr ausgeschüttet werden kann, steht in den Sternen. Machterhalt vor Unternehmensinteresse, lautete also offenbar die Devise. Hoffen wir, dass das Geld nicht bald an entscheidender Stelle fehlt.

Freitag, 06. Mai 2016|Kategorien: Flops|

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