Lars Försberg hat Deutschlands Aufsichtsräten im Manager Magazin die Leviten gelesen. Sie müssten „neben Kompetenz und Erfahrung auch die Bereitschaft zum Engagement haben“, sagte der Co-Chef des Finanzinvestors Cevian. In manchen Gremien fehle es „leider an allem“; gehandelt werde erst, „wenn die Krise am Kochen ist“. In anderen Ländern, so Försberg, habe die Professionalisierung „sehr viel früher“ begonnen. Sicher: Die Arbeit der Cevian-Vertreter in deutschen Räten – wir denken etwa an Bilfingers Eckhard Cordes – ist kein Musterbeispiel für gute Corporate Governance. Dennoch trifft Försberg einen wunden Punkt: Aufsichtsräte müssen sich zweifelsohne weiter professionalisieren. Wobei es nach unserer Beobachtung weniger an Engagement mangelt, sondern eher an der Bereitschaft zur Weiterbildung.