Reporting: Langfrist-Denken statt „Lechzen“ nach Gewinn

Einige Unternehmen haben die neue Option genutzt, Quartalsberichte deutlich abzuspecken – allen voran im Mai der Nivea-Hersteller Beiersdorf, der nur Umsatz-, aber keine Gewinnzahlen lieferte. Damit sandte Vorstandschef Stefan Heidenreich ein klares Signal: Wir denken langfristig, kurzfristige Gewinn-Tendenzen sind Nebensache. Sein Unilever-Kollege Paul Polman verglich die Fokussierung von Investoren auf kurzfristige Ergebnisse gar mit dem „Lechzen eines Junkies nach dem nächsten Schuss“. Wir meinen: Der Druck von Kurzfrist-Investoren ist gerade für Konsumgüterfirmen, bei denen es in besonderem Maße auf die Reputation ankommt, brandgefährlich. Aktionäre, die abgespeckte Berichte fürs erste und dritte Quartal als untragbare Intransparenz geißeln, sollen dann eben woanders investieren.

Freitag, 01. Juli 2016|Kategorien: Tops|

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