Frauenquote: Wie die Familienministerin das Sommerloch füllte

Im sommerlichen Berlin drohte sich gerade Langeweile breit zu machen, als Manuela Schwesig zur Tat schritt und in weiten Teilen der Wirtschaft helle Aufregung auslöste. Die 30-prozentige Frauenquote für Aufsichtsräte betreffe nicht 100, sondern exakt 151 Unternehmen, behauptete die Familienministerin – und ließ kurzerhand eine Liste ins Internet stellen. Juristen protestierten: Schwesigs Ministerialbeamte hätten fälschlicherweise Mitarbeiter im Ausland berücksichtigt und deshalb deutlich zu vielen Firmen eine kritische Größe unterstellt. Das sollte unseres Erachtens Grund genug sein, die Liste aus dem Netz zu nehmen – von der Prangerwirkung ganz zu schweigen. Doch entgegen anderslautender Meldungen war die Liste zu Redaktionsschluss noch immer abrufbar. Liebe Frau Schwesig: Das sollten sie ändern.

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