Der Mittelstand investiert nicht zu wenig, sondern anders. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Bilanzen von 300.000 Unternehmen durch den Deutschen Sparkassen- und Giroverband. Demnach geben Unternehmen mehr Geld für Mitarbeiter und IT aus, weil es im Zeitalter der Digitalisierung mehr denn je um Knowhow, Ideen und Geschwindigkeit geht. Doch diese Ausgaben tauchen in der Bilanz oft nicht als „Investition“ auf – trotz ihrer großen Bedeutung für die Zukunft. Experten, die sich stark an Bilanzkennzahlen orientieren, konstatieren deshalb gerne eine Investitionslücke. Das zeigt mal wieder: Wer Unternehmen beraten, führen oder überwachen will, sollte Kennzahlen hinterfragen und voreilige Schlüsse vermeiden.