Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass Private-Equity-Investoren nicht unbedingt als brutale Sanierer („Heuschrecken“) auftreten. Im Gegenteil: Immer öfter beteiligen sie sich langfristig als Minderheitsgesellschafter. Und dann drängen sie meist auf ein Aufsichtsgremium, das diesen Namen auch verdient. Oft gebe es schon einen Beirat – aber nur mit beratender Funktion, erzählte uns jüngst der Vorstand einer Beteiligungsfirma. Er fordere dann stets, dass Gremium zu stärken und zu einem Quasi-Aufsichtsrat zu machen, in dem Eigentümer und unabhängige Experten  vertreten sind – aber keine Berater des Unternehmens. Übrigens: Seine Firma beteiligt sich für mindestens zehn Jahre. Das zeigt mal wieder: Wer langfristig denkt, legt Wert auf gute Governance – und insbesondere unabhängige Aufsichtsräte.