Digitalisierung: Mitarbeiter beteiligen statt Maschinen besteuern

Roboter zahlen keine Sozialabgaben. Manche Politiker fürchten deshalb bereits um die Finanzierung des Sozialstaats. So hat der österreichische Bundeskanzler Christian Kern jüngst für eine „Maschinensteuer“ plädiert. Richtig ist: Die Digitalisierung verschiebt vielerorts das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Kapital. Unternehmen werden tendenziell produktiver und Mitarbeiter entbehrlicher – was Aktionären „digitalen Dividenden“ beschert, während der Lohndruck wächst. Statt neuen Steuern und empfehlen wir aber mehr Mitarbeiter-Beteiligungen, um tiefere Gräben zwischen Arbeit und Kapital zu verhindern. Der Ökonom Klaus Zimmermann sieht in dem Modell gar die Chance, eine „zukunftsträchtige Mitbestimmung“ zu entwickeln. Zukunftsmusik? Womöglich. Aber gerade deshalb ein Thema für Aufsichtsräte – zumal beteiligte Mitarbeiter häufig motivierter und pragmatischer sind.

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