Deutsche Bank: Warum nicht alles schlecht ist

Wenn jemand am Boden liegt, ist es einfach, draufzutreten. Wir möchten an dieser Stelle eine Lanze für die Deutsche Bank brechen. Sicher: Das Geldhaus und seine Aufsichtsräte haben bis zuletzt Fehler gemacht. Dazu gehört der öffentliche Streit um Georg Thoma genauso wie mangelndes Gespür in Sachen Managergehälter, das zu einer krachenden HV-Niederlage führte. Aber bei allen Negativ-Schlagzeilen sollte niemand vergessen: Das Gremium um Paul Achleitner hat zugleich wichtige Veränderungen angeschoben. So ist der Aufsichtsrat heute kompetenter besetzt (GermanBoardNews vom 27. Mai), und angesichts einer Rekordzahl von Sitzungen kann von mangelndem Engagement auch keine Rede sein. Zudem wurde mit John Cryan ein CEO geholt, der glaubhaft einen Kulturwandel verkörpert – wie beispielsweise seine Aussagen zu Banker-Boni zeigen. Die Basis für eine Besserung ist damit gelegt. Hoffen wir, dass die Zeit reicht.

Freitag, 21. Oktober 2016|Kategorien: Tops|Schlagwörter: , , , |

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