Leadership: Das Vermächtnis des Daimler-Chefs

Erinnern Sie sich an Edzard Reuter und Jürgen Schrempp? Dann wissen Sie: Dieter Zetsche verkörpert einen völlig anderen Stil. Und in seiner letzten Amtszeit (ab Dezember) will er für einen nachhaltigen, personenunabhängigen Wandel der Führungskultur sorgen. Im Handelsblatt offenbarte er, dass bei Entscheidungen nur noch maximal zwei Hierarchieebenen involviert sein sollen (statt bis zu sechs). „Dazu gehören Vertrauen, Teamfähigkeit und das Loslassen der Führungskräfte“, so Zetsche. Dies lebt er vor: Beim zentralen Strategieprojekt CASE sei er nur „Teil des Aufsichtsgremiums“. Wir halten Zetsches Ansatz für richtig, damit Unternehmen schneller werden – hören aber auch: Das Problem sind oft nicht die Manager, sondern Mitarbeiter, die sich schwertun, Verantwortung zu übernehmen. Der Kulturwandel dürfte deshalb länger dauern, als viele glauben. Ein Grund mehr, anzufangen.

Freitag, 04. November 2016|Kategorien: Tops|Schlagwörter: , , , |

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