DART: Plädoyer für Whistleblower und ehrbare Kaufleute

Der Deutsche Aufsichtsratstag (DART) hat sich fest etabliert: Rund 70 Aufsichtsräte kamen am 17./18. November in Düsseldorf zusammen, um zu lernen und zu diskutieren (Impressionen finden Sie hier). Besonders erfreulich: Sie konnten wenige Tage nach deren Veröffentlichung mit Kommissionsmitglied Wulf von Schimmelmann über die geplanten Änderungen am  Governance-Kodexdiskutieren. Dabei gab es viel Zuspruch, etwa für die Empfehlung, Compliance-Systeme künftig transparent zu erläutern. Unternehmen müssten alles tun, um Fehlverhalten zu erkennen und abzustellen, sagte von Schmimmelmann. Skeptisch beurteilten einige Teilnehmer – darunter Investorenvertreter wie George Dallas vom International Corporate Governance Network und Alexander Dibelius(siehe „DART for Investors“) – die Empfehlung, im Einklang mit „ethisch ausgerichteten Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft“ zu handeln und dem „Leitbild des ehrbaren Kaufmanns“ zu folgen. Das klinge zwar gut, so der Tenor, sei aber unkonkret und damit kaum praxistauglich. Von Schimmelmann argumentierte, dass die Kommission mit dem Vorschlag auf „Exzesse“ reagiere, etwa bei der Steueroptimierung. Am Schluss bekam er Anregungen für weitere Reformen mit auf den Weg, darunter der Vorschlag, einen Onboarding-Prozess zu empfehlen – auch für Arbeitnehmer-Vertreter.

Freitag, 25. November 2016|Kategorien: Tops|Schlagwörter: , , , , , |

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