Gremien: Warum Debattierclubs wünschenswert sind

Keine Frage: Wolfgang Porsche und Hans Michel Piëch, die ihre Familien im VW-Aufsichtsrat repräsentieren, haben eine völlig andere Philosophie als Ex-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch. „Wir verstehen unsere Aufgabe als Vertreter der Familien anders“, sagte Hans Michel Piëch vor einigen Wochen. Man greife „nicht ins operative Geschäft ein“ und folge Vorschlägen des Vorstands, „wenn sie plausibel sind“. Die WirtschaftsWoche hat daraufhin in ihrer jüngsten Ausgabe kritisiert, dass dadurch „jede klare Linie verloren“ gehe – und einen Insider zitiert, der über einen „Debattierclub“ spottete. Wir meinen: Es ist kein Grund zum Spott, wenn Aufsichtsräte zuhören und debattieren. Im Gegenteil, das ist ein wesentlicher Teil der Überwachung (siehe auch die VARD-Berufsgrundsätze). Im VW-Aufsichtsrat gibt es sicher einige Probleme – der neue Stil der Familienvertreter gehört nicht dazu.

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