Mittelstands-Börse: Unser Vorschlag für mehr Aktionärsschutz

Neue Ideen und Impulse beginnen häufig mit einem Blick über den Tellerrand. Im Rahmen eines VARD-Austauschs mit dem südafrikanischen „Institute of Directors“ haben wir uns die vierte Version des dortigen Governance-Kodex („King IV“) angeschaut, die ab dem April gilt und nur 17 prägnant formulierte Prinzipien enthält. Ein Aspekt scheint uns mit Blick auf unser Governance-System besonders interessant: Die Johannesburg Stock Exchange will von gelisteten Unternehmen verlangen, die „King-IV“-Prinzipien einzuhalten. Wir meinen: Auch die Deutsche Börse sollte höhere Governance-Standards vorschreiben – gerade im Segment für kleine und mittlere Unternehmen, das im März an den Start geht. Damit sich das Desaster mit dem „Neuen Markt“ nicht wiederholt, plant die Börse zwar unabhängige Analysen, verpflichtende Beratung und Mindestumsätze. Aber was schützt Aktionäre besser als gute Governance, etwa in Form unabhängiger und kompetenter Aufsichtsräte oder transparenter Vergütungssysteme? Die Deutsche Börse sollte prüfen, ob weitere Standards in die Statuten aufgenommen werden sollten. Wir stehen gerne als Sparringspartner zur Verfügung.

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