Family Governance: Lähmender Konflikt bei den Oetkers

Was ist nur bei den Oetkers los? Monatelang schwelte ein mehr oder weniger offener Streit über die Frage, wer das Unternehmen führen soll. Mit der Beförderung von CFO Albert Christmann zum ersten familienfremden Chef (wirksam zum 1. Januar) wurde nun zwar ein Kompromiss gefunden, aber es rumort weiter: Beiratschef August Oetker erteilte ambitionierten Verwandten letzte Woche eine klare Absage – auch der neue CFO werde nicht aus der Familie kommen, sagte er in einem Interview. „Niemand hat qua Familienzugehörigkeit Anspruch auf Führungspositionen im Unternehmen.“ Geeignete „fachliche und menschliche Qualitäten“ seien unabdingbar. Wir stimmen zu, erinnern aber daran: Streit unter Gesellschaftern ist ebenfalls ein großes Risiko für Unternehmen. Das Beste wäre wohl ein klarer Schnitt – also das Ausscheiden von Gesellschaftern, die August Oetkers Kurs nicht mittragen. Genau das hat Oetker nun angeboten: „Wer gehen will, kann gehen“, sagte er. „Auch wenn der festgelegte Abschlag hart ist“.

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