Nach dem Jahreswechsel beginnt in den meisten Unternehmen die Vorbereitung auf die HV-Saison – inklusive Hintergrundgesprächen mit großen Investoren. Neben branchen- und unternehmensspezifischen Themen sowie dem Dauerbrenner Vorstandsvergütungen wird dabei die Arbeitsbelastung der jeweiligen Aufsichtsräte eine zentrale Rolle spielen (Stichwort „Overboarding“). Darauf deuten neue Richtlinien von Aktionärsberatern hin, die in diesem Bereich traditionell als Trendsetter fungieren. So will Glass Lewis statt sechs nur noch maximal fünf AR-Mandate akzeptieren – und bei aktiven Managern höchstens zwei (siehe GermanBoardNews vom 9. Dezember). Wir sind bei pauschalen Obergrenzen skeptisch, wissen aber auch: Mehr als fünf Mandate sind oft schwer unter einen Hut zu bringen – vor allem, wenn eines der Unternehmen in die Krise rutscht. Muten Sie sich deshalb auch im neuen Jahr nicht zu viel zu.