Investoren: Corporate Governance als Mittel gegen Populismus?

Kurz vor Weihnachten hat Saker Nusseibeh große Investoren aufgefordert, genauer darauf zu achten, in welche Unternehmen sie das Geld ihrer Kunden stecken. Skandale und „unverantwortliche Geschäftspraktiken“ hätten zur Unzufriedenheit vieler Menschen mit der Marktwirtschaft beigetragen und dadurch populistischen Parteien Rückenwind gegeben, warnte der Chef des milliardenschweren britischen Pensionsfonds Hermes. Institutionelle Investoren, so seine Botschaft, könnten durch hohe Corporate-Governance-Kriterien bei der Aktien-Auswahl dafür sorgen, dass die Ersparnisse der Menschen überwiegend in Unternehmen fließen, mit denen sie sich identifizieren können. Das sei ein wichtiger Faktor, damit die Bürger wieder mehr Vertrauen ins Wirtschaftssystem fassen, meint Nusseibeh – zumal dann der Druck auf Unternehmen steige, sich zu verändern. Sollten populistische Politiker in weiteren Ländern ans Ruder kommen, fürchtet der Hermes-Chef folgenschwere Fehlentwicklungen mit globalen Auswirkungen (zum Beispiel in der Klimapolitik).

DCGIBoardNews

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