Thyssengas trennt sich von Chef

Aufsichtsrat beendet die Zusammenarbeit mit Axel Botzenhardt.

Beim Gastransporteur Thyssengas herrscht Unruhe. Ein halbes Jahr, nachdem die australische Bank Macquarie das Essener Unternehmen an den französischen Versorger EdF und den niederländischen Infrastrukturfonds DIF verkauft hat, trennen sich die neuen Eigentümer von Thyssengas-Chef Axel Botzenhardt (49).

„Der Aufsichtsrat hat einstimmig entschieden, die Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Botzenhardt zu beenden und ein Verfahren zur Beendigung seines Vertrages einzuleiten“, teilte Thyssengas mit. Solche Formulierungen sind ungewöhnlich und lassen auf Streit schließen, zumal Thyssengas auch keinen Nachfolger präsentieren kann. Darüber werde noch entschieden, zunächst werde Vize-Chef Bernd Dahmen die Geschäftsführung übernehmen, hieß es. Zudem muss die Netzagentur noch Stellung nehmen, da es sich um reguliertes Geschäft handelt, das sie überwacht.

In Branchenkreisen heißt es, Botzenhardt habe sich andere, strategische Eigentümer gewünscht und mit Thyssengas auch noch groß hinaus gewollt. Die neuen Eigentümer seien dagegen „nur“ an der Fortführung der Geschäfte und verlässlichen Renditen interessiert. Zur Frage des Streits sagte ein Thyssengas-Sprecher: „Wir gehen davon aus, dass es eine einvernehmliche Einigung mit Botzenhardt geben wird.“ Zugleich betonte er, dass sich an der Strategie nichts ändern werde.

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