Investoren: Großaktionär will die Macht bei Grammer übernehmen

Der Aufsichtsrat des fränkischen Automobilzulieferers Grammer (SDax) gerät unter Druck. Großaktionär Cascade – das Investmentvehikel der bosnischen Unternehmerfamilie Hastor – hat in einem Brief angekündigt, sämtliche Aktionärsvertreter außer Hans Liebler (Geschäftsführer der Investmentgesellschaft Maxburg Capital Partners in München) abberufen und durch eigene Kandidaten ersetzen zu wollen. Auch Vorstandschef Hartmut Müller soll nach dem Willen der Bosnier, die rund 20 Prozent der Grammer-Aktien halten, seinen Hut nehmen. Das Management des Unternehmens mit Sitz in Amberg kündigte entschlossenen Widerstand an: Wichtige Kunden hätten betont, dass die „Unabhängigkeit der bestehenden Organe […] als unerlässlich angesehen werden“. Grammer produziert für VW, Daimler, BMW und andere Autohersteller Kopfstützen, Sitze und Armaturenbretter und beschäftigt rund 12.000 Mitarbeiter.

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