Kodex-Kommission: Kommission verabschiedet Änderungen und beruft neuen Chef

Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat umfangreiche Kodex-Änderungen verabschiedet und veröffentlicht. Zuvor habe man sich „intensiv mit den Argumenten der rund 80 Stellungnahmen von Kodexanwendern, Wissenschaftlern und Beratern“ auseinandergesetzt, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Die Vorschläge der Kommission hatten seit November für intensive Diskussionen gesorgt, unter anderem auf dem letzten Deutschen Aufsichtsratstag (DART) im November. Argumente aus dem „Konsultationsverfahren“, betont die Kommission, hätten sich „auch in der Beschlussfassung niedergeschlagen“. Die neuen Empfehlungen sehen zum Beispiel vor, dass Unternehmen die Grundzüge des „Compliance Management Systems“ offenlegen, Kompetenzprofile für ihre Aufsichtsratsgremien erarbeiten und Boni „im Wesentlichen zukunftsbezogen“ ausgestalten. Darüber hinaus empfiehlt der Kodex, dass Aufsichtsratschefs „in angemessenen Rahmen“ bereit sein sollen, mit Investoren über „aufsichtsratsspezifische Themen“ zu reden. Die Formulierung fällt damit zurückhaltender aus als ursprünglich vorgeschlagen. Dagegen bleibt es bei der umstrittenen Präambel, der zufolge gute Unternehmensführung nicht nur Legalität, sondern auch ethisch fundiertes Handeln nach dem Leitbild des „ehrbaren Kaufmanns“ verlangt. Kritiker hatten das auf dem DART als praxisuntauglich eingestuft. Neben den Kodex-Änderungen gab die Kommission bekannt, dass der ehemalige KPMG-Vorstandssprecher Rolf Nonnenmacher bereits am 1. März den Vorsitz von Manfred Gentz übernimmt. Nonnenmacher fungiert bei Continental, Covestro und ProSiebenSat1 als Aufsichtsrat.

DCGIBoardNews

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