Digitalisierung: Auch Deutschlands Aufsichtsgremien werden agiler

Der Aufsichtsrat des Pharmakonzerns Stada hat einen fünfköpfigen „Ad-hoc-Ausschuss“ gegründet, der von Aufsichtsratschef Carl Ferdinand Oetker geleitet wird. Das Gremium soll während der derzeitigen Gespräche mit Übernahme-Interessenten „einen schnellen und engen Austausch“ mit dem Vorstand sicherstellen und „eine effiziente Entscheidungsfindung ermöglichen“. Das macht sicher Sinn. Aber auch unabhängig von Sondersituationen müssen Aufsichtsräte flexibler werden. Schließlich zwingt die Digitalisierung Unternehmen zu Agilität – und da wären Aufsichtsräte mit langwierigen Entscheidungsprozessen ein gefährliches Hindernis (siehe auch GermanBoardNews vom 6. Januar). Immerhin sehen wir zahlreiche positive Anzeichen: Neben kurzfristig anberaumten Telefonkonferenzen gehören digitalisierte Informationsprozesse immer öfter zum Standard, statt weiter Kuriere zu Aufsichtsräten zu schicken. Auch darüber hinaus sind neue Ideen und disruptive Ansätze gefragt. Wie angekündigt soll die Diskussion darüber einer unserer Schwerpunkte in diesem Jahr sein – zum Beispiel auf dem 11. Deutschen Aufsichtsratstag im Juni und in unserer LinkedIn-Gruppe.

DCGIBoardNews

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