Am 1. März tagt das Kontrollgremium und wird dabei voraussichtlich die Nachfolge von Klaus Engel regeln.

Der von langer Hand vorbereitete Wechsel an der Spitze des Essener Chemiekonzerns Evonik nimmt Konturen an. Wie unsere Redaktion aus Konzernkreisen erfuhr, ist für Mittwoch eine Aufsichtsratssitzung des Chemiekonzerns angesetzt. Einer der Tagesordnungspunkte lautet „Vorstandsangelegenheiten mit Beschluss“. Dahinter dürfte sich nicht weniger als eine Regelung für die Nachfolge von Konzernchef Klaus Engel verbergen. Dafür spricht auch eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters vom Wochenende. Diese berichtete unter Berufung auf Insider, dass eine Entscheidung unmittelbar bevorstehe. Ein Evonik-Sprecher wollte dies weder bestätigen noch kommentieren. Wer den Posten übernehmen soll, ist ein offenes Geheimnis: Christian Kullmann gehört seit 2014 dem Konzernvorstand an, ist dort für die Strategie zuständig und war erst im Mai vergangenen Jahres zum stellvertretenden Vorstandschef aufgestiegen. Der 47-jährige Wirtschaftshistoriker stammt aus Gelsenkirchen und kam nach Stationen bei der Deutschen Vermögensberatung und der Dresdner Bank als Leiter der Kommunikationsabteilung und des Vorstandsbüros von Werner Müller 2003 zur RAG. Nach deren Aufspaltung übernahm er die gleiche Funktion 2007 bei Evonik. Sein gutes Verhältnis zu seinem alten Chef, Werner Müller, dürfte Kullmann übrigens sehr nützlich sein. Immerhin ist Müller Chef der RAG-Stiftung, die mit 68 Prozent größter Evonik-Aktionär ist.

Wann Konzernchef Engel genau den Staffelstab übergibt, ist bislang offen.

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