Managergehälter bei VW: Es geht um die Zukunft, nicht um Signale!

Das neue Vergütungssystem bei VW hat auf breiter Front für Kritik gesorgt. Die Reform sei kein großer Wurf, lautet der Tenor; der Aufsichtsrat habe die Chance verpasst, ein klares Zeichen zu setzen. Wir sehen das anders. Es kann schließlich nicht die Aufgabe von Kontrolleuren sein, Zeichen zu setzen – sei es aus politischen Gründen oder als eine Art nachträgliche Manager-Strafe für „Dieselgate“. Bei den Erwägungen des Aufsichtsrats durfte es vielmehr allein um die Zukunft und das Wohl des Unternehmens gehen. Und in diesem Zusammenhang gilt: Wer talentierte Manager locken und binden will, kann nicht mit allzu restriktiven Vergütungssystemen vorpreschen – sonst reibt sich die Konkurrenz die Hände. Unser Eindruck ist: Die VW-Aufsichtsräte haben in diesem Spannungsfeld einen akzeptablen Kompromiss gefunden, vor allem weil die Änderungen bereits für laufende Verträge gelten und die Boni-Kriterien deutlich verschärft wurden (was aus unserer Sicht wichtiger ist als der „Gehaltsdeckel“).

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