Boni: Warum SAP eine turbulente Hauptversammlung bevorsteht

Nachdem letzte Woche bekannt wurde, dass SAP-Vorstandschef Bill McDermott 2016 fast 14 Mio. Euro verdient hat, gab es neben Kritik auch Rückendeckung. So betonte CDU-Wirtschaftspolitiker Michael Fuchs, es sei „angebracht, dass das Management für seine hervorragende Leistung belohnt wird“. Auch wir haben SAP an dieser Stelle mehrfach gelobt, etwa wegen innovativer Leadership-Konzepte. Die Vergütung sehen wir dennoch kritisch – wohlwissend, dass McDermott aus den USA kam, wo er weitaus mehr verdienen könnte. Hauptproblem sind aus unserer Sicht die vergleichsweise intransparenten Boni-Kriterien; auch Investorenvertreter wie Nick Huber (Deutsche AM) monieren, dass „oft nicht nachvollziehbar“ sei, welche Ziele ein Vorstand erreichen muss. Martin Buhlmann von der Vereinigung Institutioneller Privatanleger (VIP) und die SdK äußerten sich ebenfalls kritisch. Viele haben das Vergütungssystem schon länger im Visier; auf der 2016er-HV stimmten nur 54,7 Prozent dafür. Wir ahnen: Das McDermott-Salär dürfte weiteren Widerstand auslösen. Die HV wird mit Sicherheit spannend.

DCGIBoardNews

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