Frauenquote: Die Bottom-Up-Strategie bei Porsche

Die Logik hinter der gesetzlichen Frauenquote für Aufsichtsräte ist klar: Wenn genug Frauen in den Aufsichtsgremien sitzen, folgen automatisch mehr weibliche Führungskräfte („top down“, würden Unternehmensberater sagen). Dass es auch andersrum („bottom-up“) funktioniert, zeigt die Porsche Automobil Holding. Während der Aufsichtsrat eine der letzten reinen Männerbastionen ist, kommt das Unternehmen im operativen Bereich voran. So stieg die Frauenquote auf der ersten Führungsebene binnen fünf Jahren von 1,9 auf 8,3 Prozent – nicht schlecht für eine Firma mit Männerüberschuss. Ursache ist ein Programm zur Chancengleichheit, dass 2012 startete und individuelle Ziele vorsah: Die Quote weiblicher Führungskräfte soll demnach dem Frauenanteil in der jeweiligen Abteilung entsprechen. Wir finden, das klingt vernünftig – und bleiben interessierte Beobachter.

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