Neben neuen Regeln für Managergehälter könnte die Bundesregierung ein weiteres Regulierungsprojekt im Bereich Corporate Governance anschieben. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hat am Mittwoch kritisiert, dass fast die Hälfte der börsennotierten Unternehmen ein Ziel von null Prozent für die Frauenquote in ihren Vorständen festgelegt hat. Die Verweigerer „provozieren, dass wir uns in der nächsten Legislaturperiode das Gesetz noch mal vorknöpfen“, sagte Schwesig. Denkbar sei dann, so ihre Botschaft, eine „harte Quote“ wie bei den Aufsichtsräten. Die Vorgabe von 30 Prozent für Kontrollgremien habe funktioniert, konstatierte die Sozialdemokratin.