Anlegerrechte gestärkt : Aktionäre dürfen künftig bei Managergehältern mitreden

Bei Gehaltsexzessen der Unternehmensspitze werden die Aktionäre in die Pflicht genommen. Sie bekommen mehr Rechte und sollen so zu Kontrolleuren werden. Die EU-Reform soll noch im ersten Halbjahr 2017 in Kraft treten.

Aktionäre dürfen in Europa bei der Festlegung von Managergehältern künftig mehr mitreden. Die EU-Abgeordneten billigten am Dienstag in Straßburg eine entsprechende Reform der Europäischen Aktionärsrechterichtlinie. Danach sollen Anleger mindestens alle vier Jahre ihr Votum über die Bezüge der Unternehmensspitze abgeben, bei wesentlichen Änderungen des Vergütungssystems müssen sie auf jeden Fall gefragt werden. Gehaltsexzesse sollen so verhindert werden.

Deutschlands Konzerne lassen ihre Aktionäre bereits auf der Hauptversammlung über die Bezahlung der Topmanager abstimmen. Nach Angaben des Beratungsunternehmens HKP-Group haben alle 30 Dax-Konzerne sowie die 50 MDax-Unternehmen bisher mindestens einmal ihre Anteilseigner befragt, einzelne Unternehmen sogar jährlich.

Bindend ist das Votum der Anteilseigner bisher nicht. Das könnte allerdings auch nach der Reform so bleiben. Die EU-Mitgliedstaaten dürfen danach nämlich selbst festlegen, ob die Entscheidung der Hauptversammlung bindend ist oder nur beratende Wirkung hat.

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