Frauenquote, Boni & Co.: Warum Aufsichtsräte jetzt Vertrauen verdient haben

Derzeit hat sie wieder Hochkonjunktur, die Regulierungswut. Neben Steuervorschriften für Managergehälter denken die Regierenden nun auch über strengere Vorgaben in Sachen Frauenquote nach; Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) drohte letzte Woche mit einer „harten Quote“ für Vorstände. Bei solchen Forderungen scheinen Regulierungsfreunde zu ignorieren, dass viele Unternehmen Fortschritte machen – sei es bei Managergehältern (Beispiel Deutsche Bank), AR-Vergütungen (Beispiel VW) oder eben der Frauenquote (Beispiel Porsche). Statt mit neuen erzieherischen Maßnahmen zu drohen und alle über einen Kamm zu scheren, sollte die Politik dies anerkennen – und den Aufsichtsräten Freiräume lassen für weitere Reformen, die aufs Unternehmen zugeschnitten sind. In Sachen Frauenquote etwa unterscheiden sich die Herausforderungen; in vielen Branchen könnten neue Gender-Vorgaben endgültig zulasten von Kompetenz und Qualifikation gehen. Und die müssen ausschlaggebend bleiben – bei Vorständen genauso wie bei Aufsichtsräten.

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