Marktforscher GfK: Mit „Heuschrecke“ auf dem Weg zu guter Governance

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), immerhin im SDax notiert, hat unruhige Zeiten hinter sich. Umstrittene Akquisitionen, schrumpfende Marktanteile und Gewinnwarnungen prägten das Bild; 2016 wurden Vorstands- und Aufsichtsratschef gleichzeitig abserviert. Kern des Problems ist aus unserer Sicht die historisch gewachsene Struktur mit dem GfK-Verein als Großaktionär (Anteil: 56,5 Prozent), der sich als Think Tank versteht – und dessen Honoratioren bislang weder als Gesellschafter noch als Aufsichtsräte eine glückliche Rolle spielten. Doch inzwischen gibt es positive Anzeichen: Der Verein hat mit Ralf Klein-Bölting einen qualifizierten Manager an die Gremienspitze geschickt; zugleich drängt der neue 30-Prozent-Aktionär KKR auf eine Professionalisierung – und hat zudem Ex-Beiersdorf-Vorstand Peter Feld als Vorstandschef durchgesetzt (der für KKR bereits den Besteckhersteller WMF in ruhigeres Fahrwasser geführt hat). Wir glauben: Dank umfassender Mitspracherechte könnte sich KKR als gutes Gegengewicht zum GfK-Verein entpuppen – zumal wir derzeit immer öfter erleben, dass vermeintliche Heuschrecken Garanten für gute Governance sind.

DCGIBoardNews

Die neuesten Corporate Governance News kostenlos in Ihrem Posteingang.

Jederzeit abbestellbar.