Managerhaftung: Der gefährliche Kurs der Daimler-Aufsichtsräte

Die DSW hat für den ersten Paukenschlag in der diesjährigen HV-Saison gesorgt: Die Aktionärsschützer kündigten an, den Daimler-Aufsichtsrat auf der Hauptversammlung am 29. März nicht zu entlasten. Das Gremium habe sich früh festgelegt, keine Ansprüche gegen Vorstände und Manager geltend zu machen, die für das Lkw-Kartell verantwortlich sind. Es sei „nicht hinnehmbar“, so die DSW, dass die Aktionäre die Kartellstrafe von fast drei Mrd. Euro alleine schultern müssten – zumal es sich um Compliance-Verstöße handele, bei deren Verfolgung „kein Ermessensspielraum für den Aufsichtsrat“ bestehe. Auch uns hat die frühe Festlegung im vergangenen Jahr überrascht. Im Sinne der Daimler-Kontrolleure hoffen wir nun, dass dies auf Basis einer fundierten juristischen Prüfung geschah, die sich als tragfähig erweist.

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