Aus dem DCGI-Netzwerk: VARD fordert Governance-Kriterien für „Scale“

Düsseldorf, 21. März (VARD-Pressemitteilung): Junge deutsche Unternehmer rücken mit ihren Ideen und Erfindungen zunehmend in den Fokus von Wirtschaft und Politik. Erst im März 2017 hat die Deutsche Börse ihr neues Segment „Scale“ für Gründer und Mittelständler eröffnet. Gleichzeitig setzen sich einzelne Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen mit der „Initiative Ruhr“ mit einem 30 Millionen Euro Fonds für einen attraktiven Zugang zu Kapital und Investoren für wachstumsstarke Firmen ein. Die Vereinigung der Aufsichtsräte in Deutschland (VARD) fordert von der deutschen Börse von Beginn an transparente Governance-Richtlinien, um das Vertrauen der Aktionäre zu stärken und den Jungunternehmern langfristigen Erfolg zu ermöglichen.

Gute Governance ist das beste Instrument für Vertrauen

„Gute Corporate Governance – beispielsweise in Form transparenter Vergütungssysteme und kompetenter Aufsichtsräte – ist der beste Weg, um Skandalen vorzubeugen und Vertrauen zu schaffen“, sagt VARD-Vorstandsvorsitzender Peter H. Dehnen. „Für ein Börsensegment, dass sich an Wachstumsunternehmen richtet und damit automatisch an den Neuen Markt erinnert, ist das besonders wichtig.“

„Wir fordern, dass die Deutsche Börse hohe Corporate-Governance-Standards zur Bedingung für ein Listing macht, wie es im Ausland immer öfter üblich ist“, kommentiert Dehnen. Die aktuellen Vorgaben, etwa zur Unternehmensgröße oder dem Mindesteigenkapital von fünf Millionen Euro, seien „vernünftig, aber nicht ausreichend“.

VARD stärkt den Dialog von Gründern und Venture-Capital-Unternehmern

Seit Jahren treibt VARD den Corporate Governance Dialog mit Gründern und Venture-Capital Unternehmern voran. Unabhängig von einem Listing müssen Jungunternehmer Aufsichtsräte mit kompetenten Mitgliedern einsetzen. „Viele Gründer verlassen sich zu sehr auf ihre Mentoren“, sagt Dehnen. Diese sind aber in aller Regel „zu nah dran“, um Strategien unvoreingenommen zu hinterfragen. „Für nachhaltigen Erfolg reicht das nicht“, so Dehnen.

Zukünftig soll der Austausch zwischen beiden Seiten intensiviert und bei wichtigen Veranstaltungen wie dem Deutschen Aufsichtsratstag diskutiert werden. Der führende Berufsverband deutscher Aufsichtsräte (VARD) sieht sich dabei als Wegbereiter und Plattform, um gute Kontakte zu Aufsichtsräten herzustellen und gesammelte Erfahrungen weiterzugeben.

„Umgekehrt sind Gründer die Aufsichtsräte von morgen und damit eine Bereicherung für unser Netzwerk. Sie bringen einen frischen Blick auf die Arbeit von Aufsichtsgremien mit und liefern wertvolle Impulse für innovative Strukturen und Prozesse im Zeitalter der Digitalisierung.“ Dehnen ist überzeugt: „Beide Seiten werden voneinander profitieren.“

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