Deutsche Bank: Führungskräfte gehen nach Boni-Verringerung

Nach einer Reduzierung ihrer Boni haben mehrere hochrangige Angestellte offenbar der Deutschen Bank den Rücken gekehrt. Mindestens einer wechselte zur Konkurrenz. Insider rechnen mit weiteren Abgängen.

Die Deutsche Bank, die ihre Bonuszahlungen das zweite Jahr in Folge reduzierte, hat nach Auszahlung aufgeschobener Vergütungen aus den Vorjahren mehrere leitende Angestellte verloren.

Mindestens drei Manager – Kevin Burke, Neil Hosie und Patrick Kelly – verließen die Handelssparte der Bank in Asien. Ein Manager, Holger Knittel, nahm eine neue Stelle in Frankfurt bei Citigroup an. Nach Aussage von zwei mit dem Vorgang vertrauten Personen hat die Deutsche Bank im vergangenen Monat aufgeschobene Vergütungen ausgezahlt.

Europas größte Investmentbank hatte im Januar die Bonuszahlungen für ihre Top-Manager gestrichen und die variable Vergütung für andere hochrangige Angestellte verringert, während der Vorstandsvorsitzende John Cryan die von Rechtsstreitigkeiten ausgehöhlten Kapitalpuffer der Bank zu stärken versucht. Die fehlende Klarheit über die Vergütung dürfte es der Bank erschweren, Talente zu halten, sagten Personen aus dem Umfeld der Bank. Das volle Ausmaß werde wahrscheinlich in diesem Monat sichtbar werden, verlautete aus den Kreisen. Christian Streckert, Sprecher der Bank, lehnte eine Stellungnahme ab.

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