Attacken von Investoren: Was die Fälle Stada und Aurelius gemeinsam haben

Ganz grob lassen sich Angreifer in zwei Kategorien einteilen: die Aktivisten, die Veränderungen durchsetzen und an steigenden Kursen verdienen. Und Leerverkäufer, die auf sinkende Kurse setzen. Eine Gemeinsamkeit der Spezies zeigt sich jedoch immer deutlicher: Beide nehmen Unternehmen mit Governance-Schwächen ins Visier. So hat die Beteiligungsfirma Aurelius, die letzte Woche von Short-Sellern angegriffen wurde, einen machtbewussten (übermächtigen?) Chef – und zahlt ihm laut WirtschaftsWoche vermutlich weit mehr als einem typischen Dax-Chef. Das erinnert stark an den Pharmakonzern Stada, dessen Chef Hartmut Retzlaff nach dem Einstieg des Investors Active Ownership Capital 2016 seinen Hut nahm. Hohe Managergehälter, über die wir auf dem 11. Deutschen Aufsichtsratstag in hochkarätiger Runde diskutieren, scheinen also aus Investorensicht nicht nur ethisch und finanziell bedenklich, sondern auch ein Indiz für Verwundbarkeit zu sein.

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