Investoren: Hermes erhöht den Druck in Sachen Frauenquote

Unternehmen, in deren Gremien keine oder wenige Frauen vertreten sind, müssen sich auf wachsenden Widerstand von Anteilseignern einstellen. So hat die einflussreiche Aktionärsberatung Hermes EOS (deren Manager Hans-Christoph Hirt auch zum Deutschen Aufsichtsratstag kommen wird) auf der Hauptversammlung des australischen Rohstoffkonzerns Rio Tinto gegen den Chairman Jan du Plessis gestimmt. Es säßen zwar immerhin zwei Frauen im Board, so Hermes, aber du Plessis habe keine überzeugenden Pläne präsentiert, um den Anteil weiter zu erhöhen. Im Gegenteil: Durch die Ernennung von drei männlichen Direktoren im Frühjahr sank die Frauenquote von 27 auf 17 Prozent. Da du Plessis sowieso bald zur BT Group wechselt, ist das Hermes-Votum allerdings ein Signal mit begrenzten Auswirkungen.

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