FIFA: Wie steht’s eigentlich mit den Governance-Reformen?

Seit vorletzter Woche steht fest, dass DFB-Chef Reinhard Grindel in den „FIFA-Rat“ einzieht und damit sozusagen Aufsichtsrat wird. Für uns ein Anlass, den aktuellen Stand der vollmundig angekündigten Governance-Reformen bei der FIFA zu analysieren – zumal wir anfangs durchaus optimistisch waren, dass nach dem Abgang von Sonnenkönig Sepp Blatter alles besser wird. Inzwischen ist die Hoffnung jedoch Skepsis gewichen. So hat sich der neue Präsident Gianni Infantino – dessen Habitus an Blatter erinnert – bereits im Herbst Chancen auf hohe Boni gesichert, und nun sollen laut FAZ womöglich auch die Mitglieder des 37-köpfigen FIFA-Rats mehr Geld kassieren. Das Kernproblem scheint aus unserer Sicht aber zu sein: Der Rat, der als eine Art Aufsichtsrat fungieren soll, ist zu groß. Das erschwert sachliche Diskussionen und gemeinsame Positionen – und macht es auf diese Weise möglich, dass Infantino durchregiert. Ein weiteres Beispiel, das zeigt: Die Zukunft gehört kleineren, agileren Gremien.

DCGIBoardNews

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