Hauptversammlungen: Zwei-Klassen-Gesellschaft statt Aktionärsdemokratie

Die Hauptversammlung soll laut Aktiengesetz der Ort sein, an dem die Aktionäre ihre Rechte ausüben. De facto aber haben wir längst ein Zwei-Klassen-System: Wichtige Investoren finden bereits im Vorfeld bei Vorständen und immer öfter auch dem Aufsichtsratschef Gehör, während sich Kleinaktionäre auf der HV austoben dürfen – meist ohne nennenswerte Effekte. Ist das wirklich Aktionärsdemokratie? Wir würden uns wünschen, dass mehr Institutionelle die HV als Forum nutzen. Andererseits ist es kein Wunder, dass sich einige von ihnen lieber raushalten, solange die Treffen langwierig und von juristischen Erwägungen geprägt sind. Unseres Erachtens ist es deshalb höchste Zeit für eine Diskussion über die Frage, wie wir die Aktionärstreffen von juristischem Ballast befreien und mehr Raum für echten Austausch schaffen können.

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