Mitbestimmung: Auch Siemens-Chef Kaeser fordert Reformen

Wir haben kürzlich darauf hingewiesen, dass die aktuellen Regeln zur Mitbestimmung Mauscheleien fördern und den Teamgeist in Konzernen untergraben können. Denn weil nur die Mitarbeiter in Deutschland die Arbeitnehmer-Vertreter im Aufsichtsrat wählen, müssen Vorstände bisweilen Zugeständnisse machen, die zulasten der Belegschaft in anderen Ländern gehen. Nun hat auch Joe Kaeser gefordert, die Mitbestimmung zu „internationalisieren“. Er finde die Mitbestimmung gut, betonte der Siemens-Chef der WirtschaftsWoche. „Sie muss aber die Mitarbeiterinteressen global vertreten und darf nicht mit Co-Management verwechselt werden.“ In global vernetzten Unternehmen komme man mit national-betrieblicher Interessensoptimierung nicht mehr weit; notwendig sei vielmehr „eine integrierte Mitbestimmung auf globaler Ebene“.

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