Hauptversammlungen: Wie Aktionärsberater ihre Muskeln spielen lassen

Die sogenannten Stimmrechtsberater setzen Unternehmen in der laufenden HV-Saison mit besonderer Vehemenz unter Druck. Das bislang spektakulärste Beispiel war die Hauptversammlung der Munich Re Ende April: Nachdem Marktführer ISS empfohlen hatte, das Vergütungssystem abzulehnen, stimmte eine deutliche Mehrheit der Aktionäre dagegen. Und es drohen weitere, von Aktionärsberatern initiierte Abstimmungsniederlagen. So empfiehlt Glass Lewis den Aktionären von Deutscher Bank und Deutscher Börse, auf den jeweiligen Hauptversammlungen am 17. und 18. Mai weder Vorstand noch Aufsichtsrat zu entlasten. Ihnen missfällt vor allem, dass sie bei der Entlastung nur über die Gesamtgremien und nicht über einzelne Personen abstimmen dürfen. ISS will dagegen zumindest bei der Deutschen Bank für eine Entlastung stimmen – hat sich aber der Forderung nach einer Sonderprüfung angeschlossen.

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