Familienunternehmer Dräger: Ein Aufsichtsrat ohne Verwandte

Das hören wir gerne. Ein „wirklich kompetenter, unabhängiger Aufsichtsrat“ sei ein „wichtiges Korrektiv“, sagte Stefan Dräger, Vorstandschef des gleichnamigen Lübecker Medizin- und Sicherheitstechnikunternehmen im Gespräch mit dem „Handelsblatt“. Für einen Familienunternehmer – Dräger und seiner Familie gehören mehr als 71 Prozent der Aktien – sind solche Aussagen keine Selbstverständlichkeit. Und es handelt sich nicht um ein Lippenbekenntnis: Im Dräger-Aufsichtsrat sitzen ausschließlich Familienfremde, darunter der ehemalige Altana-Chef Nikolaus Schweickard, der frühere Lufthansa-Vorstand Stefan Lauer und Miele-Chef Reinhard Zinkann. Wir meinen: Wer sich freiwillig Korrektive dieses Kalibers in Haus holt, hebt sich wohltuend ab von manchen autokratischen Firmenpatriarchen, die ein Korrektiv allenfalls zuhause akzeptieren – wenn überhaupt.

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