Mehr Geld für Vorstand: Lufthansa-Aufsichtsrat beschließt neue Regeln

Die Führungsetage von Lufthansa soll künftig noch stärker vom wirtschaftlichen Erfolg der Fluggesellschaft profitieren.

Der Aufsichtsrat der Fluggesellschaft beschloss am Montag neue Vergütungsregeln, wie ein Firmensprecher sagte. Demnach soll die erfolgsabhängige Vergütung über drei Jahre bei entsprechend guter Gewinnentwicklung höher ausfallen. Da der Bonus zeitverzögert ausgezahlt werde, würde die Änderung aber frühestens im Jahr 2020 wirksam. Nötig sei ferner die Zustimmung der Aktionäre auf der Hauptversammlung 2018, so der Sprecher. Mit den neuen Regeln reagiere Lufthansa auf die Tatsache, dass die Vorstände der Airline schlechter bezahlt würden als andere Dax-Topmanager. Über die neuen Vergütungsregeln hatte zuerst der Sender HR-Info berichtet. Demnach soll die Vergütung des gesamten Vorstandes um bis zu 20 Prozent angehoben werden. Die Lufthansa bestätigte das nicht.

Die Airline hatte 2016 mit einem Ergebnis von 1,8 Milliarden Euro den zweiten Rekordgewinn in Folge erzielt. Der fünfköpfige Vorstand verdiente im vergangenen Jahr laut Geschäftsbericht insgesamt 10,39 Millionen Euro – gut acht Prozent mehr als im Vorjahr. Vorstandschef Carsten Spohr kam demnach auf ein Jahresgehalt von 3,1 Millionen Euro.

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