Aktienkultur: Wo bleiben Börsengänge und Aktionäre?

Trotz der Hausse bleibt das Interesse von Unternehmen und Anlegern an der Börse überschaubar. Nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts (DAI) stagniert die Zahl der Aktien- und Aktienfondsbesitzer in Deutschland bei rund neun Millionen, während die Zahl börsennotierter Unternehmen sogar rückläufig ist. Sie sei in den vergangenen vier Jahren von 520 auf 410 gesunken, sagt Hans-Ulrich Engel, BASF-Finanzvorstand und neuer DAI-Präsident. Das habe „sicher auch mit dem Regulierungsniveau zu tun“. Um die Aktienkultur zu stärken, fordert das Aktieninstitut in einem Positionspapier unter anderem Corporate-Governance-Reformen „mit Augenmaß“ und warnt vor verbindlichen Abstimmungen der Hauptversammlung über Managergehälter („Say on Pay“). Deutschland brauche „eine Stärkung, keine Schwächung der Aufsichtsräte“. Darüber hinaus schlägt das DAI zum Beispiel vor, Mitarbeiterbeteiligungen zu fördern und das Gesetz zur Frauenquote „sorgfältig zu evaluieren.“

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