Country-by-Country-Reporting: Aufsichtsräte kritisieren EU-Vorhaben

Interessenverbände von Unternehmen, Vorständen und Aufsichtsräten haben den Richtlinien-Entwurf zum sogenannten Country-by-Country-Reporting harsch kritisiert. „Wir sind sehr besorgt, dass der Vorschlag der EU-Kommission für eine Benachteiligung von EU-Unternehmen gegenüber ihren Wettbewerbern sorgt“, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben von zwölf Verbänden an die Mitglieder des Europäischen Parlaments. Zu den Unterzeichnern gehören der Bundesverband der Industrie (BDI), das Deutsche Aktieninstitut (DAI) und die European Confederation of Directors Associations (ecoDa), der auch die Vereinigung der Aufsichtsräte in Deutschland (VARD) angehört. Die Veröffentlichung der jeweiligen Steuerquoten in den Ländern, in denen Unternehmen aktiv sind, erlaube Wettbewerbern detaillierte Rückschlüsse auf die Strategie. Das schade EU-Firmen und werde somit unter anderem zu „weniger Investitionen und weniger Beschäftigung“ führen, heißt es. Es reiche völlig, so die Botschaft der Verbände, wenn die Finanzbehörden die geforderten Informationen erhielten.

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