Familienunternehmen: Qualifikation schlägt Blutsbande – richtig so!

Wann wird aus mehreren Einzel-Beispielen ein Trend? Wir haben den Eindruck: Genau jetzt – zumindest, wenn es um Familienunternehmen und ihre Bereitschaft geht, Familienfremde in Vorstände, Aufsichtsräte oder Beiräte zu berufen. In den letzten Monaten haben wir wiederholt über solche Fälle berichtet, etwa beim Spirituosenhersteller Underberg oder bei den Lübecker Drägerwerken. Jetzt kommt ein weiteres traditionsreiches Unternehmen hinzu: Im Hause Faber-Castell übernimmt mit Daniel Rogger erstmals in der 300-jährigen Firmengeschichte ein Familienfremder den Vorstandsvorsitz. Der 49-jährige Schweizer füllt damit die Lücke, die der Tod von Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell 2016 gerissen hatte. Seine Witwe Gräfin Mary hatte damals deutlich gemacht, dass sie nur eine „Übergangsrolle“ als Chefin spiele, und der 36-jährige Sohn Charles (der auch im Unternehmen arbeitet) räumte – trotz durchaus vorhandenen Ambitionen – mangelnde Erfahrung ein. Eine Selbsterkenntnis, die leider nicht bei allen Sprösslingen gegeben ist.

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