Hauptversammlung der Telekom: Telekom hat es mit Verkauf von US-Tochter „nicht eilig“

Telekom-Chef Tim Höttges hat es mit dem Verkauf der Erfolgstochter T-Mobile US nicht eilig. Der Amerika-Ableger sei heute in einer völlig anderen Situation als noch vor einigen Jahren, sagte er am Mittwoch laut Redetext auf der Hauptversammlung der Deutschen Telekom in Köln. „Wir sind in einer Position der Stärke.“ Nun gelte es, das Geschäft weiter zu entwickeln. „Wir entscheiden: was, wann und wie.“ Die Deutsche Telekom Börsen-Chart zeigen hält zwei Drittel der Anteile an der Tochter, die mittlerweile zum drittgrößten Mobilfunker der Vereinigten Staaten aufgestiegen ist. Das Wachstum ruft Interessenten wie den kleineren Rivalen Sprint Börsen-Chart zeigen auf den Plan. Eigentümer von Sprint ist die japanische Softbank, deren Chef Masayoshi Son bereits Interesse signalisiert hat, erneut Fusionsverhandlungen mit T-Mobile zu führen.

Konkret wollte Höttges nicht sagen, ob es bereits Verkaufs- oder Fusionsverhandlungen gibt. Es betonte aber, dass das regulatorische Umfeld unter dem neuen US-Präsidenten Trump „gut“ sei. Zudem habe die Telekom mit den zuständigen Behörden wie dem Regulierer FCC und dem Justizministerium Kontakt, sagte er am Rande des Aktionärstreffens vor Journalisten.

Die Deutsche Telekom hat zuletzt ihr US-Geschäft mit immer neuen Milliardeninvestitionen gestärkt. Angesichts der überragenden Bedeutung des US-Geschäfts für die Bonner erscheint es fraglich, ob Höttges T-Mobile US überhaupt noch abgeben will – oder ob eher T-Mobile nach einer möglichen Fusion mit Sprint weiter das Sagen in dem Verbund hat.

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