Volkswagen-Aufsichtsrat: Werden Sie Governance-Reformer, Herr Weil!

Schon erstaunlich, welche Pflichten und Verantwortlichkeiten Aufsichtsräten bisweilen zugeschrieben werden. So rügt die WirtschaftsWoche in ihrer aktuellen Ausgabe, Volkswagen-Aufsichtsrat Stephan Weil kämpfe „vor allem für Top-Manager – statt für Kunden“. So vertrete der niedersächsische Ministerpräsident „strikt die Konzernlinie, Konsumenten stünden hierzulande keine Entschädigungen zu“. Nur zur Erinnerung: Als Aufsichtsrat ist Weil ausschließlich dem Wohl des Unternehmens verpflichtet. Allerdings zeigt die Kritik eindrucksvoll, wie schwer sich seine beiden Rollen trennen lassen. Schließlich muss Weil als Landesfürst zugleich die Interessen der Menschen – und damit der VW-Kunden – vertreten. Die sauberste Lösung wäre deshalb, wenn er sein Amt als Aufsichtsrat niederlegen und für das Land Niedersachsen einen unabhängigen, qualifizierten Experten ins VW-Kontrollgremium schicken würde. Wie wär’s, Herr Weil?

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