EWE: „Arbeiten mit Hochdruck an Aufklärung“

Neuer Aufsichtsratschef, aber keine Kursänderung im obersten EWE-Kontrollgremium: Der am Mittwoch zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählte Bernhard Bramlage hat betont, dass der Aufsichtsrat weiter „mit Hochdruck an der Aufklärung“ der im Raum stehenden Vorwürfe bei dem Oldenburger Energieunternehmen arbeiten werde. „EWE befindet sich ohne Frage in einer herausfordernden Situation“, sagte der ehemalige Landrat des Landkreises Leer nach seiner Wahl. „Wir haben große Aufgaben vor uns, die wir gemeinsam entschlossen angehen werden, mit einem klaren Blick, der nötigen Sorgfalt und den richtigen Maßnahmen.“

Die EWE steckt nach dem Rauswurf von Vorstandschef Matthias Brückmann im Zuge der Spendenaffäre und dem Abgang von Personalvorstand Nikolaus Behr im Zuge der Peilsenderaffäre in einer Führungskrise. Derzeit sind nur zwei von fünf Vorstandsposten besetzt. Zudem gibt es Korruptionsvorwürfe gegen Mitarbeiter der Tochter EWE Netz. Diese haben auch zwei mögliche Kandidaten für die vakanten Vorstandsposten, EWE-Netz-Chef Torsten Maus und den ehemaligen Generalbevollmächtigten Infrastruktur Timo Poppe, unter Druck gesetzt.

Bramlage sagte gegenüber dieser Zeitung, dass die vom Aufsichtsrat zur Untersuchung der Vorwürfe eingeschaltete Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG im Juni ihre Abschlussberichte vorlegen werde. Auf dieser Grundlage werde der Aufsichtsrat seine Schlussfolgerungen ziehen und auch über mögliche Konsequenzen entscheiden. „Wir wollen die Vorstandsbesetzungen möglichst Mitte Juni auf den Weg bringen“, sagte er. Der Aufsichtsrat kommt am 19. Juni zur nächsten Sitzung zusammen.

Auf NWZonline weiterlesen…

DCGIBoardNews

Die neuesten Corporate Governance News kostenlos in Ihrem Posteingang.

Jederzeit abbestellbar.