Deutsche Bank: Ex-Vorstand bezichtigt Aufsichtsratschef der Lüge

Im Streit um die Rückforderung einbehaltener Boni von Vorstandsmitgliedern der Deutschen Bank greift der ehemalige Risikovorstand der Bank, Hugo Bänziger, den amtierenden Aufsichtsratsvorsitzenden Paul Achleitner frontal an und bezichtigt ihn indirekt der Lüge. Er weigere sich, auf einbehaltene Boni zu verzichten, sagte Hugo Bänziger der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: „Es gibt keinerlei juristischen Vorwürfe gegen mich, ich habe mir nichts vorzuwerfen.“ Der Schweizer, der heute als Teilhaber der Genfer Privatbank Lombard Odier arbeitet, wehrt sich in dem Interview gegen die Forderung der Deutschen Bank, die ehemalige Top-Manager für Strafen und Verluste nach der Finanzkrise in Regress nehmen möchte.

Aufsichtsratschef Paul Achleitner hatte auf der Hauptversammlung Mitte Mai gesagt, eine Einigung in dem Streit stehe unmittelbar bevor. Wörtlich sagte Achleitner seinen Aktionären in seiner Rede, mit der er sich um seine Wiederwahl bewarb: „Ich kann Ihnen … heute berichten, dass sich der Aufsichtsrat hierzu mit den betroffenen Vorstandsmitgliedern in fortgeschrittenen Gesprächen befindet. Nach Erwartung des Aufsichtsrats wird es in den nächsten Monaten hierzu eine Regelung geben, die einen wesentlichen finanziellen Beitrag der Betroffenen sicherstellt.“

Diese Darstellung sei falsch, widerspricht Bänziger: „Auf was die Äußerung Achleitners beruht, entzieht sich meiner Kenntnis. Bis zur Hauptversammlung war ich mit ihm neun Monate lange nicht in Kontakt, hatte nichts gehört, auch nicht über Anwälte.“

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