Linde: Weg frei für Praxair-Fusion

Die geplante Fusion des Gasekonzerns Linde mit dem US-Konkurrenten Praxair hat im Linde-Aufsichtsrat die entscheidende Hürde passiert. Nach fast zehnstündiger Sitzung stimmte das Gremium für den Deal. Das neue Unternehmen soll Linde heißen. Der Konzern mit 85 000 Mitarbeitern, einem Jahresumsatz von rund 26 Milliarden Euro auf Basis der Daten des Jahres 2016 und einem Börsenwert von 65 Milliarden Euro soll seinen Sitz am Praxair-Standort Danbury in Connecticut haben und von Steve Angel geführt werden.

Praxair-Chef Angel bezifferte die geplanten Einsparungen auf 1,1 Milliarden Euro jährlich. Mögliche Kartellauflagen für den Zusammenschluss seien vor allem in den USA zu erwarten, im größten Markt für den fusionierten Konzern. Besondere Schwierigkeiten sieht er allerdings nicht. Der künftige Konzernchef bekannte sich zudem zur margenschwächeren Linde-­Anlagenbausparte, über deren Abspaltung spekuliert worden war. Die dort erbrachten Inge­nieurdienstleistungen seien essenziell für den neuen Konzern.

Jeder Linde-Aktionär erhält voraussichtlich in Kürze ein Umtauschangebot für die alten Aktien in Anteilsscheine des neuen Konzerns. Anleger sollten es annehmen – von einem Verbleib in alten Aktien ist abzuraten.

DCGIBoardNews

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