Larry Thompson: „Wir brauchen die Kooperation der VW-Beschäftigten“

Der von der US-Justiz zur Aufarbeitung des Dieselskandals eingesetzte VW-Aufpasser Larry Thompson tritt bei Volkswagen nicht als Herr im Hause auf. „Wenn Sie erfolgreich sein wollen, ist dafür gegenseitiges Vertrauen nötig“, sagte der frühere US-Staatssekretär am Dienstag in Wolfsburg. „Wir brauchen die Kooperation der VW-Beschäftigten, sie müssen mit uns zusammenarbeiten.“ Deshalb sei es dem 72-Jährigen wichtig gewesen, auf einer Betriebsversammlung vor Tausenden VW-Beschäftigten gesprochen zu haben. Zu Beginn seiner auf drei Jahre angelegten Tätigkeit als Compliance-Monitor habe er bereits Gespräche mit dem Vorstand und Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch geführt.

Thompson machte klar, dass er die Zusammenhänge verstehen und sich davor hüten wolle, voreilige Schlüsse zu ziehen. „Volkswagen ist ein großes und komplexes Unternehmen.“ Er sei nicht nach Wolfsburg gekommen, um dem Management zu sagen, wie es das Unternehmen zu führen habe.

Seine Aufgabe sei es, festzustellen, ob sich der Konzern an die Zusagen im Milliardenvergleich mit den US-Behörden halte. Dafür werde ihm Zugang zu fast allen wichtigen Dokumenten gewährt. Doch es gibt Ausnahmen. „Ich werde vollständigen Zugang zu allen Informationen des Unternehmens haben, aber wegen laufender Untersuchungen könnte es auch Beschränkungen geben“, sagte der sogenannte „Monitor“ des VW-Konzerns. Auch die US-Behörden könnten ein Interesse daran haben, dass ihm Zugang zu bestimmten Informationen verwehrt würde.

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