Aus den Gremien: Streit um AR-Vorsitz bei Pfeiffer Vacuum eskaliert

Die Unternehmerfamilie Busch hat ihre Beteiligung am hessischen Pumpen-Hersteller Pfeiffer Vacuum Ende vergangener Woche von 29 auf mehr als 30 Prozent aufgestockt und fordert nun den Aufsichtsratsvorsitz. Der amtierende Chef des sechsköpfigen Gremiums, Michael Oltmanns von der Kanzlei Menold Bezler in Stuttgart, war auf der turbulenten Hauptversammlung Ende Mai nicht entlastet worden – maßgeblich aufgrund der Stimmen der Familie Busch, die ihm „fehlende Unabhängigkeit“ und Interessenkonflikte im Rahmen seiner anwaltlichen Tätigkeit vorwirft. „Sie sind als Versammlungsleiter ungeeignet“, sagte Busch-Anwalt Christoph Seibt von Freshfields auf der Hauptversammlung. Manfred Bender, Vorstandschef des TecDax-Konzerns, sieht die Bestrebungen der Buschs kritisch. Die Familie ist Eigentümer des gleichnamigen südbadischen Wettbewerbers, der sich auf Vakuumpumpen für die Lebensmittelbranche spezialisiert hat. Pfeiffer produziert vor allem Pumpen für die Halbleiter-, Pharma- und Medizintechnik-Industrie.

DCGIBoardNews

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