Opel-Chef Karl-Thomas Neumann tritt zurück

Beim Autohersteller Opel ist der Chef Karl-Thomas Neumann von seinem Amt als Sprecher der Geschäftsführung zurückgetreten. Sein Nachfolger wird der bisherige Finanzchef Michael Lohscheller, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Neumann soll noch bis zum Abschluss des Verkaufsprozesses an den französischen PSA-Konzern Mitglied der Opel-Geschäftsführung bleiben, wie der Aufsichtsrat des Unternehmens weiterhin beschloss.

Über Neumanns Rücktritt hatte am Wochenende zuerst die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, was vom Unternehmen aber zunächst nicht bestätigt worden war. Neumann erklärte: „Ich habe keinen Zweifel daran, dass Opel/Vauxhall mit dem Wechsel zur PSA-Gruppe noch erfolgreicher und stärker aufgestellt sein wird. Ich werde mich zunächst voll auf den Abschluss dieser Transaktion konzentrieren und anschließend die Zeit nehmen, über meine persönlichen nächsten Schritte zu entscheiden.“ Neumann hatte die Europatochter des US-Konzerns General Motors seit 2013 geführt, es aber nicht geschafft, sie in die Gewinnzone zurückzubringen. Noch im März hatte Neumann betont, auch nach dem Verkauf an Peugeot auf dem Chefsessel zu bleiben. „Ich stehe ganz klar dafür, dass wir hier etwas aufbauen, das Zukunft hat“, sagte der Automanager damals in einem Interview.
PSA-Chef Carlos Tavares hatte in einem Interview noch einmal seine Vorgabe erneuert, dass Opel spätestens im Jahr 2020 Gewinn machen müsse. Den Plan dafür solle das Opel-Management innerhalb von 100 Tagen nach der Übernahme vorlegen und ihn dann umsetzen. Beim Neustart setze er auf die vorhandene Mannschaft, sagte Tavares. „Es sind alle Führungskräfte eingeladen, mit mir den Weg zu gehen. Sie müssen nur wissen, dass es so wie bisher nicht bleiben kann.“

DCGIBoardNews

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